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Montag 24 März
bis Donnerstag 27
März 2008
Sneek - Joure - Heeg - Stavoren - Woudsend - Lemmer - Grou - Sneek
Curtevenne 850 AK Caegh
... den Rückweg an, um noch
einmal von den Landmarken der Sijbesloot aus den Weg in den Noorder
Oudeweg zu finden, was dann auch endlich klappt. Nach einer kurzen
Fahrt erreichen wir Joure. Nachdem wir unsere Runde durch die
Innenstadt gemacht haben, stellen wir beruhigt fest, dass noch Alles
an seinem Platz ist und kehren ein, um uns aufzuwärmen und vor dem
Schneetreiben zu entfliehen. Bei einem Glas Wein simulieren wir, wie
es die nächsten Tage wohl weitergeht. Schulterzuckend beenden wir
den Tag und vereinbaren, dass wir uns doch nur überraschen lassen
können.
Dienstag 25.3.08
In der Nacht wurde es schön kalt (0° C) und es hat geschneit. Nach
dem Aufstehen fühlen wir uns die ganze Zeit schon beobachtet und
bemerken dann nach einer Weile, dass sich Gäste zum Frühstück
eingeladen haben, die uns schon die ganze Zeit durch die Scheiben
erwartungsvoll anglotzen. Die Entendame und ihr Mann warten ganz
beharrlich am Ufer und nehmen ihren Brotkanten sogar direkt aus
unserer Hand. Als ihr Kropf sichtbar voll war, legen sie sich ganz
zufrieden hin und wir können dann auch endlich unser Frühstück
einnehmen.
Da es
ziemlich windig ist und es immer wieder schneit, warten wir mit der
Abfahrt bis etwa 11.30 Uhr , obwohl wir schon längstens auf dem Weg
nach Heeg sein wollen.
Während
der Fahrt durch die Zijlroede und Oudeweg in den Langweerder Wielen
und den Janesloot ist das Wetter ganz in Ordnung, aber ziemlich
windig, so dass die Segler mit ihren Polyvalken und anderen
Segelbooten das Groß im ersten Reff haben und meist nur mit Sturmfok
fahren. Nach der Einfahrt in den Johan Friso Kanaal (Jeltesloot)
schneit es schon wieder so stark, dass der Scheibenwischer seine Not
hat, die Scheibe frei zu halten. Entgegenkommende Schiffe sind oft
erst ab einer Entfernung von 20 Metern zu erkennen und die Scheiben
ohne einen Wischer schneien sogar ganz zu. Aber was soll`s, wir
sitzen ja im Trockenen. Um 14.30 Uhr kommen wir endlich in Heeg an
und können uns in Veenstras Vishal an einer sehr leckeren Portion
Kibbeling erfreuen. Nachdem wir uns gut gestärkt fühlen, treten wir
die Weiterfahrt an. Endziel für heute ist Stavoren. Auf dem
Heegermeer briest der Wind schon wieder so stark auf, dass das
Schiff kräftig in den Wellen stampft und die Gicht nur so über uns
zusammen schlägt. So kämpfen wir uns zusammen mit der Caegh durch
das Heegermeer, Fluessen, und De Oorden. Nach der Einfahrt in den
Morra legt sich der „Seegang“, obwohl der Wind nicht nachgelassen
hat. Auf der Vorbeifahrt am Jachthafen Galamadammen halten wir
vergebens nach einer Brücke Ausschau, die auf meiner Karte
eingezeichnet ist, da wir erwarten, aufstoppen zu müssen und auf die
Durchfahrt zu waten. Aber die Brücke kommt nicht und so ganz
zufällig bemerken wir, dass die Straße, welche über die Brücke
führt, im Erdboden verschwunden ist, und wir auf einem Aquädukt die
Straße überqueren. Hätte ich mal die Karte von Alexander genommen..
Um 18 Uhr
erreichen wir Stavoren. Festmachen, Tee trinken und Füße hoch bei
erneut einsetzendem Schneefall.
Mittwoch, 26.3.08
Nach einer herrlich ruhigen Nacht verlassen wir um 10 Uhr Stavoren.
Heute möchten wir Lemmer erreichen. Also nehmen wir den Weg durch
Morra, de Oorden, Fluessen und Heegermeer. Das Wetter ist heute
wesentlich besser und wir können sogar wegen dem Sonnenschein die
Heizung an Bord ausschalten. Um 13 Uhr halten wir in Woudsend an der
Brücke direkt vor dem Kaffee Wassersport und genießen Kaffee und
Kuchen bei herrlichstem Sonnenschein. Weiterfahrt um 14 Uhr durch
Nauwe Wijmerts in den Johan Friso Kanaal, Prinses Margriet Kanaal,
Koevoerde und de Groote Brekken. In Lemmer kommen wir um 16 Uhr an
und machen kurz vor der Zijlroedebrug auf dem Kanal am Jachthafen
fest. Zum Abend erkunden wir die herrlich anzusehende Altstadt von
Lemmer.
Donnerstag, 27.3.08
Herrlicher Sonnenaufgang mit „ Frühstücksgästen“. Ob uns die beiden
Enten aus Joure etwa gefolgt sind? Auf jeden Fall glotzen die Beiden
ebenfalls so ungeniert durch die Scheiben, bis sich endlich einer
von uns erbarmt, das Frühstück zu machen. Um 9 Uhr legen wir ab und
fahren durch Groote Brekken, in den Follega Sloot in das Tjeukemeer.
Hier genießen wir die ständige Patrouille eines einzelnen Kormorans.
Dieser taucht vor dem Bug ab, achtern nach etwa 15 Metern wieder
auf, fliegt auf Deckshöhe am Schiff vorbei, lässt sich 15 Meter vor
dem Schiff fallen, taucht wieder ab und so weiter. Und das macht er
fast eine ganze Stunde. Wir können uns vor Lachen kaum noch halten,
da seine Aktion den Eindruck erweckt, dass er dieses Kunststück nur
für uns macht, und er jedes Mal, bevor er abtaucht noch einmal
nachsieht, ob wir ihn auch beobachten.
Über den
Scharster of Nieuwe Rijn in den Langweerder Wielen und Oudeweg in
den Noorder Oudeweg. Weiter durch Goingarijpsterpoelen und
Meinesloot nach Akkrum. Hier wollen wir eigentlich eine Pause machen
und Essen gehen, aber die Anleger im Passantenhaven bieten nicht
genug Platz um anzulegen. So fahren wir dem Kanal folgend einmal um
Akkrum herum und können zum ersten Mal auf dieser Tour Brückengeld
zahlen. Die Brückenwärter lassen hierfür von ihren Fenstern aus an
einer Angel einen Holzclog herunter, in den man beim Passieren seine
„Gebühr“ entrichtet. Wir setzen unsere Fahrt durch den Zeijlroede;
Birstumerrak, Douwe Tjeerdsrak, Graft, Wide of Peanster Ee, Pik-
Meer bis nach Grou fort. Nach einem kurzen Aufenthalt fahren wir
durch den Prinses Margriet Kanaal, Sneekermeer und Houkesloot bis
wir den Charterhafen von Wetterwille um 18 Uhr erreichen. Nach dem
Festmachen fahren wir mit dem PKW in das Zentrum von Sneek , welches
wir zu Fuß erkunden. Nach einem sehr ausgiebigen Abendessen im
Restaurant Onder der Linden beschließen wir den Abend und unseren
Törn bei einem Glas Wein an Bord der Caegh, mit der wir in den
vergangenen Tagen sehr viel schöne und interessante Dinge erlebt und
gesehen haben und die uns ganz zuverlässig zu jedem Ziel gebracht
hat.
Ein ganz
besonderes Dankeschön nochmals an Alexander, der uns ganz gelassen
und ohne großes Aufhebens zu machen bei einem eigens verursachten
Problem mit der Bordtoilette geholfen hat.
Familie Schneider aus Bendorf
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